Chinesischer Kampfhund / Shar-Pei

Chinesischer Kampfhund_Shar-Pei 01Der chinesische Kampfhund wird in seiner Geschichte auch Shar-Pei genannt und ist eine alte Rasse, die seit Jahrhunderten in den südlichst gelegenen Provinzen Chinas, am südchinesischen Meer existiert hat.
Die Rasse lässt sich anhand von Funden bis in die Han-Dynastie zurückverfolgen. Meist waren es arme Leute wie Fischer und Bauern, die den Shar-Pei in erster Linie als Wachhund hielten. Da diese Rasse auch einen gewissen Jagdtrieb besitzt, wurde sie gerne zur Jagd auf Ratten und Kleinwild eingesetzt.

Der eigentliche, ursprüngliche Shar-Pei war in den 1950er Jahren fast ausgestorben, seine Rettung verdankte er dem Züchter Matgo Law aus Hongkong. Laut seiner Aussage sollte um 1971 noch knapp ein Dutzend Hunde am Leben gewesen sein. Auf einer Ausstellung in Hongkong wurde 1972 der „Chinese Shar-Pei“ als Zucht aus chinesischen Hunden erstmals als Rasse vor- und ausgestellt. Matgo Law bat Anfang der 1970er Jahre die amerikanischen Hundefreunde, ihm beim Erhalt dieser Rasse zu helfen 1976 galt der Shar-Pei als die seltenste Hunderasse der Welt . Es wurden damals weltweit nur noch 145 Exemplare gezählt, davon alleine 96 Stück in den USA. Allerdings unterscheiden sich die Shar-Pei von jener Zeit deutlich von denen, wie man sie heute kennt.

Der heute lebende Shar-Pei ist viel massiger, hat einen größeren Kopf und ist etwas kleiner als der ursprüngliche Typ. Dir dreieckigen Ohren, die blaue Zunge, das harte Haar und die geringelte Rute blieben jedoch erhalten.

Auffällig an diesem bis 51 cm großen Hund sind die vielen Falten/Hautlappen am Kopf, Widerrist und Schwanzansatz und die kleinen, anliegenden Ohren.
Zunge, Zahnfleisch und Gaumen sind blau bis blauschwarz. Sein Fell ist kurz, rau und borstig. Das Haar ist gerade und steht vom Körper ab, außer weiß sind alle einheitlichen Farben zugelassen. Seine Rute wird eng gerollt oder über dem Rücken oder zu einer von beiden Seiten getragen.

Die Welpen besitzen im Gegensatz anderer Rassen mehr überflüssiges Fell. Die Falten bilden sich erst zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst in sein Fell hinein. Die Falten sollten eng anliegend und nie übertrieben sein, so dass ein ausgewachsener Shar-Pei nur noch auf der Stirn und am Widerrist einige Falten aufweisen sollte. Schließlich wurde diese Rasse als vielseitiger Arbeitshund gezüchtet, der agil sein soll, und nicht durch übermässige Falten behindert wird.

Der chin. Standard hat auf sehr malerische Weise das Aussehen des Shar-Pei beschrieben: Ohren wie Muscheln, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone, Großmuttergesicht, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd und die Beine wie beim Drachen.

Dieser Hund hat einen sehr individuellen Charakter. Er ist freundlich und friedlich unter der Bedingung, dass es auch die Menschen zu ihm sind. Im Kreise seiner Familienmitglieder zu Hause fühlt er sich am wohlsten, obwohl er eigentlich ein typischer Einzelgänger ist. Zu Fremden ist er reserviert und sehr zurückhaltend. Seine stolze Natur verträgt keinen Zwang, Schulung oder Dressur, obwohl er sich bereitwillig allen Kommandos fügt. Mit Geduld, sanfter aber konsequenter Erziehung erreicht man bei ihm sehr viel. Anderen Hunden gegenüber verhält er sich sehr dominant.

Stockmaß: 46 – 51 cm
Gewicht: 16 – 20 kg
Alter: ca. 12 Jahre

 

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